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„Wir haben viel gelernt und es hat auch Spaß gemacht.“ Zwölf Frauen und ein Mann haben an acht Abenden ein Angebot genutzt, das ihnen in Zukunft den Alltag erleichtern kann, wenn das nötig sein sollte. Und sie haben eine ganze Menge gelernt. „Man kann es morgen vielleicht schon brauchen“, waren sich die Teilnehmer des Hauspflegekurses der Sozialstation St. Martin einig. Es ging um Theorie, es ging um sehr viel Praxis – und es ging auch darum, sich selbst ein gewisses Maß an Sicherheit zu verschaffen. Sicherheit im täglichen Umgang und der Versorgung einer pflegebedürftigen Person. Kursleiterin Andrea Fischer von der Sozialstation bekam Unterstützung durch Pamela Brecht von der Beratungsstelle für Hilfen im Alter des Caritasverbandes Sigmaringen, Ernährungs- und Diätberaterin Regina Fischer und Christoph Locher, der das Tabu-Thema Demenz auf eine alltagsbezogene Ebene „zoomte“. Es war ein Angebot, das in die Breite ging – aber durchaus auch in die Tiefe. Denn der Erfahrungsaustausch war ein ganz wichtiges Merkmal dieses Kurses. Dass dabei auch der Spaß nicht zu kurz kam, das wurde bei der Abschlussrunde in der Sozialstation im Oberamteihaus deutlich. „Wir haben auch viel gelacht“, berichtete eine Teilnehmerin. Und damit einem das Lachen nicht vergeht, wenn man zu Hause im Pflegeeinsatz ist, wurde auch viel ausprobiert. Wie funktioniert das mit dem Umlagern? Was muss ich bei der Grundpflege beachten? Wie verhält man sich bei Inkontinenz und welche Grundregeln sind da zu beachten? Solche Fragen wurden nicht nur beantwortet, sondern auch mit Anregungen aus der Praxis und auch „am Mann“ in die Tat umgesetzt. Dazu war nicht – wie sonst meistens üblich – eine Puppe das Versuchsobjekt. Der einzige männlicher Teilnehmer ließ es sich trotz seiner 73 Jahre nicht nehmen, die zu pflegende Person zu spielen. „Und es hat mit sogar Spaß gemacht“, erinnert er sich. Er kennt die Pflegesituation aus der Verwandtschaft und sollte er einmal selbst in die Situation kommen, jemanden versorgen zu müssen, so ist er sich jetzt sicher: „Ich traue mir das zu.“ Das gilt auch für die Frauen ganz unterschiedlichen Alters. Doch längst nicht alle Teilnehmerinnen haben prophylaktisch am Kurs teilgenommen. Wer schon zu Hause jemanden pflegen muss, der hat mit dem Kurs jetzt das richtige Rüstzeug für den Alltag bekommen. Für Kursleiterin Andrea Fischer war die Motivation der Teilnehmer der Beweis, wie wichtig das Thema „Häusliche Pflege“ ist. „Die haben ganz toll mitgemacht und auch viele Fragen gestellt“, sagt sie anerkennend. Neu war für so manchen „Kursler“, was es so alles an Pflegehilfsmitteln gibt und dass die oft auch von den Kassen bezahlt werden. „Gut zu wissen“, lautet die Devise, die oft eine große Erleichterung bringen kann. Dass die Kursgebühr von der AOK übernommen wurde, das war nun eine Erleichterung für den Geldbeutel und wurde anerkennend zur Kenntnis genommen. Denn klar ist: Was zu Hause an Pflege geleistet wird, das ist eigentlich unbezahlbar. Für die Kursteilnehmer ist es aber nun etwas leichter. Und sie sind sich sicher: „So ein Angebot sollten möglichst viele Menschen in Anspruch nehmen. Denn es kann jeden treffen.“ Da kann die Kursleiterin nur zustimmend nicken. „Und es kann schon morgen sein.“ Bild: Die Teilnehmer vom Hauspflegekurs mit Leiterin
Andrea Fischer (Vierte von links) sind
sich einig:
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